Was sind Faszien & warum verkleben Faszien?

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Viele Menschen kennen Faszienrollen und wissen, dass gesunde Faszien sehr wichtig für die körperliche Fitness sind. Warum das so ist und, dass verklebte Faszien die Ursache vieler Rückenbeschwerden sind, wissen wiederum die Wenigsten.

Was die Ursachen für verklebte Faszien sind und wie du verklebte Faszien wieder Lösen kannst, wirst du in diesem Artikel erfahren. Und am Ende bekommst du sogar noch meine Top 3 Tipps für gesunde Faszien.

Was sind Faszien?

Faszien (Lat. fascia = Band) sind das, was der Laie unter Bindegewebe versteht. In der Wissenschaft zählt man z.B. auch Sehnen oder Bänder dazu. Um es sich besser vorzustellen, hilft es sich rohes Fleisch vorzustellen. Die obere weiße Schicht bildet das fasziale Bindegewebe.

Faszien beim Fleisch
Die weiße Schicht ist das fasziale Bindegewebe

Faszien sind bandförmig, reißfest, kollagenreich und verfügen über eine Dicke zwischen 0,5 und 3 Millimeter. Eine Kombination aus Kollagenfasern, Wasser und einer Art Klebstoff sorgt für die Stabilität, Elastizität und Gleitfähigkeit der Faszien. Faszien sind quasi Überall im Körper zu finden. Sie umschließen Gelenke, Knochen, das Gehirn, Organe und Muskeln(Quelle: Wikipedia). 

Die drei Arten von Faszien

Oberflächliche Faszien: Diese liegen im Unterhautgewebe und bestehen aus Faszien und Fettgewebe. Die Funktion dieser Faszien besteht im Zusammenhalten der Organe und des Gewebes, dem Speichern von Fett und Wasser sowie dem Schutz der Organe.

Faszien des Menschen

Tiefe Faszien: Die tiefen Faszien umschließen die Muskeln, Gelenke und Knochen und bilden Sehnen, Sehnenplatten, Bänder und Gelenkkapseln. Außerdem besitzen sie Rezeptoren und reagieren somit auf externe Reize, wie zum Beispiel die Temperatur. 

Die zugehörigen Nervenbahnen haben in der Wissenschaft erst seit kurzem Beachtung bekommen und werden jetzt akribisch als Ursache für Rückenschmerzen untersucht. 

Viszerale Faszien: Diese kannst du dir als eine Art Aufhängung für unsere Organe und unser Gehirn vorstellen. Die viszeralen Faszien sorgen somit, salopp gesprochen, dafür, dass auch bei Bewegungen alles da bleibt, wo es hingehört. Die zweite Funktion der Viszeralen Faszien ist der Schutz, weshalb sie auch eine doppelte Faszienschicht besitzen. Ein Beispiel für diese Faszienschicht ist die Hirnhaut oder das Brustfell.

Welche Funktion haben Faszien?

Faszien der Orange
Das Fasziengewebe verleit dem Körper seine Stabilität

Bis vor 20 Jahren ging der Großteil der Fachwelt noch davon aus, dass es sich bei Faszien lediglich um eine Art “Füllmasse” handelt, die keine weitere Funktion erfüllt. Die Faszienforschung der letzten Jahrzehnte, die vor allem von Dr. Robert Schleip und seinem Team vorangetrieben wurde, zeigt, dass die Faszien noch viel mehr wichtige Funktionen unseres Körpers übernehmen. Im Folgenden möchte ich dir die wichtigsten Funktionen der Faszien vorstellen.

Verbinden und Stützen
Das Fasziennetz dient als eine Art Gerüst für den Körper. Es stützt und verbindet die einzelnen Elemente miteinander. Sie verbinden nicht nur Sehnen, Knochen und Muskeln, sondern auch Organe. Ein einfaches Beispiel ist die Achillessehne. Diese verbindet den Fersenknochen mit deiner Wade.

Zudem sind Faszien sehr elastisch und können sich schnell an Veränderungen anpassen. Mal angenommen jemand schlägt dir in den Bauch. Zumindest aus der Kindheit werden es Viele kennen. 🙂 Dann werden die Organe für einen kurzen Moment zur Seite geschoben. Anschließend rückt wieder alles dahin, wo es hingehört. Das haben wir den Faszien zu verdanken.

Das Fasziennetz steht in einer engen Verbindung mit den Organen und Muskeln. Durch diese enge Wechselwirkung besteht allerdings auch die Gefahr, dass beschädigte Faszien zum Beispiel die Muskeln in ihrer Funktion beeinträchtigen. Mehr dazu folgt weiter hinten im Artikel. Was allerdings feststeht ist, dass wir unsere Faszien nicht vernachlässigen dürfen.

Schutz vor externen Einwirkungen
Faszien dienen auch dem Schutz. Sie sind deutlich widerstandsfähiger als zum Beispiel die Organe. Somit dient das Fasziengewebe als eine Art Schutzschicht, um unter anderem lebenswichtige Organe zu schützen.

Schutz vor Krankheiten
Ja, du hast richtig gelesen: Faszien schützen vor Krankheiten. Es wurde herausgefunden, dass Faszien ein Bestandteil des Immunsystems sind. Untersuchungen zeigen, dass sich in Faszien Fresszellen befinden. Diese Zellen kannst du dir wie aggressive Wachhunde vorstellen. Wenn der Körper von Viren “angegriffen” wird, sind sie sofort zur Stelle und versuchen diese zu vernichten.

Wichtig für den Nährstofftransport
Die Faszien selbst sind nicht für den Nährstofftransport verantwortlich. Allerdings laufen durch die Faszien sogenannte Lympgefäße, durch die Lymphflüssigkeit fließt. Die Lymphflüssigkeit sorgt dafür, dass wichtige Nährstoffe in den ganzen Körper gelangen und Stoffwechselabbauprodukte abtransportiert werden.

Oft werden Lymphgefäße abgeknickt. Das ist dann der Fall, wenn Faszien verkleben. Was Faszienverklebungen sind und wie diese entstehen, dazu später mehr! Auf jeden Fall wird dadurch die Nährstoffversorgung behindert, wodurch der Körper zum Beispiel nicht mehr in der Lage ist, Entzündungen zu heilen.

Sinnesorgan
Auch wenn es sich komisch anhört, Faszien sind eine Art Sinnesorgan. Forscher fanden heraus, dass das Fasziennetz auf externe und interne Reize reagiert. So konnten zum Beispiel Reaktionen festgestellt werden, wenn die Temperatur im Raum verändert wurde. Aber auch psychische Faktoren wie Stress oder Freude wirken sich auf die Faszien aus. Stress wirkt sich durch Anspannung negativ auf die Faszien aus. Freude hingegen, wirkt positiv und entspannt das Fasziengewebe.

Faszien Schmerzen

Faszien können die Ursache für viele Schmerzen sein. Lange Zeit fanden die Faszien keine Beachtung  in der Wissenschaft und wurden nur als eine Art Füllmaterial gesehen. Mittlerweile konnten in der Wissenschaft erste Beweise gefunden werden. Mittlerweile geht man davon aus, dass der überwiegende Teil der Rückenschmerzen nicht mit den Bandscheiben zu tun hat, sondern kaputte Faszien die Ursache für viele leiden sind. 

Behinderung des Nährstoff- und Schadstofftransports

Schadstofftransport, Nährstoffzufuhr und Immunabwehr gehören auch zu den Funktionen der Faszien.

Dies liegt an den Lymphgefäßen, welche durch die fasziale Gewebestruktur fließen. Über die Lymphflüssigkeit werden Stoffwechselabbauprodukte und Schadstoffe abtransportiert und auf dem entgegengesetzten Weg werden Nährstoffe zugeführt. Dieser Vorgang kann durch verklebte Faszien erheblich behindert werden, da die Lymphgefäße abgeknickt werden und die Lymphflüssigkeit somit ihrer Aufgabe nicht mehr nachgehen kann.

Dies ist eine häufige Ursache für Kopfschmerzen oder Entzündungen. Ein typisches Beispiel ist, da der Tennis- oder Golferarm.

Warum sind Faszien für so viele Schmerzen verantwortlich?

Dass Faszien als ein Sinnesorgan fungieren, wissen die wenigsten. Dies liegt daran, dass viele Rezeptoren und Nervenenden sich im Fasziengewebe befinden. Übrigens viel mehr als im Muskel. Deswegen ist es so wichtig, dass man seine Faszien pflegt und nicht nach dem früher vorherrschendem Prinzip handelt: “ Faszien werden überall mittrainiert!”.

Das Fasziennetz erkennt die Haltung und die Bewegung unseres Körpers. Somit bestimmen die Sensoren der Faszien wie wir unsere Bewegung steuern. Dieses wissen ermöglicht uns, unsere Körperhaltung durch gezieltes Faszientraining deutlich zu verbessern und dadurch unsere Schmerzen zu lindern.

Das in den 1950er Jahren von Dr. Ida Rolf erfundene Rolfing, zielte schon lange auf diesen Effekt ab. Da dies aber lange Zeit nicht medizinisch bewiesen wurden konnte, wurde diese Therapie von vielen nur belächelt.

Der Physiotherapeut der deutschen Fußball Nationalmannschaft Klaus Eder, nutze diese Therapie schon länger und ist bekannt für seinen Erfolg durch sein Faszienmassagen. Man spricht oft von dem Geheimnis Eders heilender Hände.

Druck- und Spannungsschmerzen

Verklebte Faszien sind häufig die Ursache für Druck- und Spannungsschmerzen. Durch die Verklebungen verhärtet sich das Gewebe. Das fasziale Gewebe steht in einer engen Wechselwirkung zu den Organen, Muskeln und Gelenken. Der erhöhte Druck übertragt sich somit auf die anderen Körperteile. Wenn deine Faszien im Oberschenkel verklebt sind, kann es somit sein, dass dein Knie schmerzt, da sich der Druck im Gelenk erhöht.

Ein klassisches Beispiel sind Kopfschmerzen, die mit einem verspannten Nacken zu begründen sind. Das kennst du wahrscheinlich auch, oder? Wichtig ist dabei, dass man nicht nur versucht die Muskulatur zu lockern, sondern, dass man auch das Fasziengewebe berücksichtigt.

Rückenschmerzen durch verklebte Faszien

Eine Studie zeigt, dass bei 80 % der Patienten keine genaue Ursache für die Rückenschmerzen diagnostiziert werden konnte. Erst seit ein paar Jahren wurde in der Wissenschaft erkannt, dass Faszien die Ursache vieler Leiden ist.

Der Grund dafür ist die einseitige und monotone Belastung. Besonders die Faszien im Rücken, Nacken und Schulterbereich werden viel zu stark beansprucht. Der untere Rücken reagiert besonders stark, da sich dort die sogenannte “Lumbalfaszie” befindet und sich dort besonders viele Schmerzsensoren befinden.

Eine Dehnung, um die einseitige Belastung auszugleichen, erfolgt im Alltag aber nicht. Deswegen muss dieser Ausgleich bewusst geschaffen werden.

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Muskelkater und Faszien

Wie wir schon gelernt haben, sind in den Faszien etwa 6x so viele Schmerzrezeptoren in den Faszien. Dr. Robert Schleip, der führende Wissenschaftler in der Faszienforschung, geht davon aus, dass c.a. ⅔ der Verletzungen gar keine Muskelverletzungen sind, sondern Verletzungen in den Faszien sind. Es handelt sich hier um Mikroverletzungen im faszialen Gewebe.(Quelle: Buch: Faszien Fitness)

Faszienverklebungen – warum verkleben Faszien?

Der Ursprung für verklebte Faszien ist nicht immer der gleiche. Ich zeige dir jetzt die häufigsten Ursachen für verklebte Faszien:

Faszienbehandlung vom Physio
extreme Verklebungen löst man am schnellsten mit gezielten Massagen

Zu wenig Bewegung: Jeder, der schon Mal einen Gips getragen hat, kennt es: Nachdem der Gips ab ist und du dein Arm oder dein Bein wieder bewegen darfst, sind die Sehnen und das Gewebe stark verkürzt. Diese Verkürzungen und Verklebungen müssen dann vom Physiotherapeuten behandelt werden.

Solche Verklebung können allerdings auch entstehen, wenn man sich über einen längeren Zeitraum zu wenig bewegt und viel Zeit in der gleichen Position verbringt. Das kommt überwiegend bei älteren und kranken Menschen vor.

Überlastung: Auch eine Überlastung kann zu Rissen im Fasziengewebe führen. Ein Beispiel dafür ist der Muskelkater, welcher aber ungefährlich ist, da er nach wenigen Tagen geheilt ist. Schwerwiegendere Folgen können bei Muskelbündelrissen, Zerrungen, Sehnenreizungen oder Entzündungen auftreten. Hier ist ein typisches Beispiel der Tennisarm.

Eine Möglichkeit zur Behandlung  der Faszienverklebungen ist das Aufbrechen der Faszien durch Massagen oder eine Stäbchen-Therapie. Dies dient dazu, dass die Nährstoffe wieder in die betroffenen Stellen fließen können, welches durch Verspannungen und Verklebungen verhindert wird. Nach meiner Erfahrung ist diese Behandlung, die erfolgreichste, auch wenn sie sehr schmerzhaft ist:)

Mehr zum Tennisarm findest du hier: Tennisarm Übungen

Verspannungen: Das Nervensystem (hier: Sympathikus = sympathisches Nervensystem) schüttet in Stresssituationen Stresshormone aus, welche unsere Muskeln und unser Gewebe anspannen, damit wir auf körperliche Hochleistungen vorbereitet werden.

Dies war früher sehr nützlich, um beispielsweise vor Säbelzahntigern zu fliehen. Allerdings hat sich die Stressaussetzung im Laufe der Zeit stark gewandelt. Wenn wir heute unter Stress stehen, wird eher unsere mentale Leistung gefordert und nicht unsere Muskelkraft.

Außerdem sind wir viel häufiger Stresssituationen ausgesetzt, weil man heute viel mehr äußerlichen Einwirkungen ausgesetzt ist und das Leben schneller vorangeht, als je zuvor. Dies führt letztendlich zur dauerhafter Anspannung der Muskeln und Faszien. Um diese Anspannungen zu vermeiden, hilft mentale Entspannung durch Meditation, Yoga oder Ähnlichem.

Verklebte Faszien und Ernährung

Verklebte Faszien und Ernährung
Eine gute Ernährung ist für gesunde Faszien sehr wichtig

Für gesunde Faszien ist eine ausgeglichene und gesunde Ernährung sehr wichtig. Du solltest darauf achten, viele gesunde Lebensmittel zu konsumieren.

Da das Fasziengewebe zum Großteil aus Wasser und Eiweiß besteht, sollte dennoch darauf geachtet werden, dass hiervon genügend aufgenommen wird.

Richtwerte für eine Durchschnittsperson (für Sportler gilt der Wert in den Klammern):

Wasser: 0,03-0,04(0,04-0,05) multipliziert mit dem Körpergewicht

Beispiel: Wenn eine durchschnittliche Person 70 kg wiegt, sollte sie zwischen 2,1 und 2,8 Liter am Tag trinken.

Eiweiß: 1-1,2 (1,4-1,6)multipliziert mit dem Körpergewicht

Beispiel: Die gleiche Person sollte täglich mind. 70 bis 84 Gramm Eiweiß zu sich nehmen.

Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass alle Mikro-Nährstoffe (z. B. Zink und Vitamine) gedeckt sind. Dies sollte bei einer ausgewogenen und gesunden Ernährung aber der Fall sein. Wer dies überprüfen möchte, kann einen Bluttest beim Arzt machen.

Tipp: Wenn du zurzeit eine Diät oder Ähnliches machst, solltest du verstärkt, darauf achten, dass du genügend Nährstoffe zu dir nimmst. Wir würden in diesem Fall auch Nahrungsergänzungsmittel empfehlen. Besonders empfehlenswert ist ein Präparat, welches gleich mehrere Nährstoffe abdeckt. Ich persönlich nutze ein Basenpulver, welches man in einer Apotheke oder einem Drogeriemarkt findet.

Verklebte Faszien lösen

Faszientraining gegen Faszienverklebungen
Faszienrollen sind sehr effektiv

Faszien Behandeln – Meine Top  3 Tipps für gesunde Faszien

1.Faszientraining mit einer Faszienrolle: Um die Faszien geschmeidig zu halten, ist die beste und effektivste Methode das Faszientraining mit einer Faszienrolle. Hierbei werden bestehende Verklebungen gelöst und die Elastizität und Stabilität der Faszien gesteigert. In diesem Artikel helfen wir dir bei der Auswahl für die richtige Faszienrolle →Faszienrollen Test

Das Faszientraining geht über das reine Training mit der Faszienrolle hinaus. Besonders um das Fasziengewebe gesund zu halten, gibt es noch weitere Übungen. Einen Mix aus Übungen mit und ohne Faszienrolle stelle ich dir unten vor.

 2. Sportliche Aktivitäten: “Wer rastet, der rostet”. Ich denke jeder kennt dieses Sprichwort und auch wenn es schon sehr alt ist, stimmt es immer noch. Damit die Faszien elastisch, stabil und gleitfähig bleiben, müssen sie auch benutzt werden. Bei der Auswahl der richtigen Sportart, sollte darauf geachtet werden, dass möglichst viele Muskeln beansprucht werden.

Außerdem sollte auf die richtige Intensität geachtet werden. Du solltest zwar ein wenig vom Training erschöpft sein, aber es auch nicht übertreiben, sodass die Muskeln und Faszien überansprucht werden. Und wie immer gilt die goldene Mitte.

3. Mentale Entspannung: Um dauerhafte Anspannungen der Faszien zu vermeiden, muss das Symptom bekämpft werden. Deswegen sollte man die mentale Anspannung, welche zu der körperlichen Anspannung führt, bekämpfen. Hierzu dient Meditation, Yoga oder Ähnliches. Falls du häufig unter Stress leidest, solltest du es definitiv ausprobieren. Aus eigener Erfahrung können Freddi und ich bestätigen, dass es die Leistungsfähigkeit deutlich steigert.

Drei Übungen für gesunde Faszien

In diesem Abschnitt möchte ich dir einen kleinen Auszug aus dem Artikel “Faszientraining für mehr Wohlbefinden” vorstellen. Zu einem guten Faszientraining gehören drei Elemente:

  1. Faszientraining mit der Rolle
  2. Übungen zur Fasziendehnung
  3. Federnde Bewegungen

Du lernst aus allen Bereichen eine Übung kennen.
Übung Nr. 1 – Faszientraining für den Rücken
Fast jeder dritte Deutsche leidet unter Rückenschmerzen. Worin eine mögliche Ursache für einen Großteil der Beschwerden liegt, hast du bereits erfahren. Jetzt möchte ich dir eine Übung vorstellen, mit der du Verklebungen und Verspannungen im Rücken lösen kannst. Mit der Faszienrolle wirst du schon nach wenigen Trainingseinheiten Fortschritte verspüren.

Faszientraining


Du legst dich auf den Rücken und platzierst die Faszienrolle knapp über deinem Lendenwirbelbereich(unterer Rücken). Jetzt rollst du dich langsam nach oben. Ich würde dir empfehlen, 2 cm nach oben zu rollen und dann wieder einen nach unten. Wenn du bei deinen Schulterblättern angekommen bist, kannst du deine Arme vor deiner Brust verschränken, damit du die Muskulatur triffst.

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Faszienübung - Faszienfitness

Übung Nr. 2 – Fasziendehnung
Bei dieser Übung dehnst du deine Körperrückseite. Dabei triffst du die größte Faszie des menschlichen Körpers, die Lumbalfaszie. Du benötigst einen Stuhl. Stelle dich etwa einen Meter hinter den Stuhl und leg deine Hände auf die Stuhllehne. Mit gestreckten Beinen schiebst du jetzt dein Gesäß nach hinten. Wenn du eine Dehnung in deinen Beinen und im Rücken spürst, hast du alles richtig gemacht.
Übung Nr. 3 – Federnde Bewegung

Für die dritte Übung benötigst du eine Flasche. Du stellst dich breitbeinig hin und schwingst die Flasche von den Beinen bis über den Kopf. Die Bilder erklären am besten, was du zu tun hast. 🙂
Fazit
Faszien sind ein unheimlich spannendes Thema. Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat viele spannende Hinweise zu möglichen Schmerzursachen geliefert. Trotzdem muss noch fleißig weiter geforscht werden. Aber eins steht fest: Wir müssen uns um unsere Faszien kümmern!

Quellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Faszie
  • https://www.apotheken-umschau.de/Rueckenschmerzen/Bei-Rueckenschmerzen-Faszien-trainieren-501139.html
  • http://de.shop.fascial-fitness.com/shop/de/buecher/fascialnet/326/faszien-fitness-vital-elastisch-dynamisch-in-alltag-und-sport?c=5

2 Antworten

  1. Hallo Freddie und Daniel
    Vielen Dank für eure Seite. Ich, weiblich 55 Jahre BMI 35, habe mir ein Rudergerät angeschafft zum Abnehmen und beweglicher zu werden. Eure kurze exakte Anleitung ist sehr hilfreich. Gerade mit Sehnen Kapseln Bändern habe ich schon 20 Jahre Schwierigkeiten. Auch da sind die Faszienrollen sehr interessant. Inzwischen fühle ich mich so steif, dass ich Probleme in der Anwendung habe, deswegen auch nicht ausführe. Vielleicht wenn ich etwas leichter bin.

    LG Michaela

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Daniel und Frederik